Liebe ist kein schönes Wort

 Liebe ist kein schönes Wort.

Nicht immer.

Nicht für mich.


Liebe war das Zittern in meiner Stimme,

wenn ich „Bleib“ sagen wollte –

und stattdessen „Ist schon okay“ sagte.


Liebe war das Warten auf Nachrichten,

die nie kamen.

Das Gefühl,

eine Priorität zu sein

für jemanden,

der mich nur in Pausen braucht.


Man sagt, Liebe macht weich.

Aber ich bin rau geworden davon.

Kantiger.

Weil ich gelernt hab,

dass nicht jeder, der dich festhält,

dich auch auffängt.


Ich hab mich in Blicken verloren,

die nichts versprochen haben

und doch alles in mir versprachen.

Ich hab „Ich liebe dich“ gesagt,

mit jedem Teil von mir –

und „Ich auch“ gehört,

als Echo,

nicht als Antwort.


Liebe ist nicht immer rot.

Manchmal ist sie grau.

Manchmal schwarz.

Manchmal fühlt sie sich an wie Schweigen,

das zu laut ist.


Aber weißt du,

trotz allem:

Ich liebe trotzdem.

Noch immer.

Trotz Narben.

Trotz Nächten,

in denen ich mich selbst nicht lieben konnte.


Weil Liebe nicht nur das ist,

was ich bekomme.

Sondern das,

was ich bin.


Und vielleicht –

vielleicht ist das genug.

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